Reise TV Tipp: Isle of Man

mareTV

NDR Donnerstag, 01. März 2012, 20:15 bis 21:00 Uhr [VPS 20:15]

Die Isle of Man ist das Herzstück der Britischen Inseln. Sie liegt mitten in der Irischen See, genau zwischen Schottland, England, Wales und Irland. Landschaftlich kann es die Insel locker mit den schönsten Gegenden ihrer Nachbarn aufnehmen. Doch ansonsten ticken die Uhren hier ein bisschen anders: und zwar im Takt des Inselmottos „Traa dy liooar“, „Reichlich Zeit“.
In der Hauptstadt Douglas ziehen stämmige Kaltblüter die Pferdestraßenbahn im Schritttempo die Uferpromenade entlang. Eine Geduldsprobe für so manchen Autofahrer. Doch die Pferde bleiben gelassen. Das haben sie von Trainer Michael Rooney gelernt, der den Nachwuchs am Strand ausbildet. Und so wie die Pferdebahn nach 140 Jahren noch nicht ausgedient hat, hält sich Bierbrauer Martin Brunnschweiler an ein jahrhundertealtes Rezept und versorgt durstige Mitbürger mit einer Inselspezialität: Austern-Bier. Die ungewöhnliche Zutat hat erfreuliche Nebeneffekte, schwärmt Martin. „Austern gelten als Viagra des Meeres“, sagt er. „Allerdings lässt die Wirkung ab dem fünften Pint Oyster Stout wieder nach.“

Ein anderer Sonderling ist Ronnie Allcote. Der Amateurfunker hat sich in einem ausgedienten Küstenwachturm eingenistet, plaudert den ganzen Tag über Langwelle mit Funkern in der ganzen Welt, so wie früher, als es noch kein Mobiltelefon und kein Internet gab. Ronnie ist ein echter „Manx“, wie sich die Insulaner nennen. Und als Manx ist er auch entsprechend abergläubisch: „Es gibt ein Tier“, wispert Ronnie, „dass Du auf der Insel niemals beim Namen nennen darfst. Wir sagen langschwänziger Johnny oder kleiner Kumpel. Sprich es niemals aus!“, warnt er und schreibt das verbotene Wort auf einen Zettel: R-A-T, „Ratte“! Der Aberglaube war ursprünglich ein alter Seefahrer-Mythos, bevor er auf die Isle of Man rüberschwappte.

Der Riesenhai hingegen darf beim Namen genannt werden. Jeden Sommer werden bis zu zweihundert Mal Tiere in der Irischen See gesichtet, angelockt durch das mit der Strömung driftende Plankton des Golfstroms. Dann hat die Meeresbiologin Jackie Hall Hochsaison. Mit ihrem Boot „Happy Jack“, ihrem Mann und ihrem Team begleitet sie die Tiere den ganzen Sommer, setzt ihnen Satellitensender an die Rückenflosse, fotografiert und vermisst sie. Jeder neue Hai bekommt einen Namen. „Wir benennen sie nach unseren Lokalpolitikern“, sagt Jackie. „Damit die sich auch für die Riesenhaie interessieren und uns unterstützen.“

(Senderinfo)

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