Urlaub in Osteuropas Metropolen – eine Städtereise nach Bukarest

Auf Grund der französischen Einflüsse in die Architektur wurde Bukarest, die Hauptstadt Rumäniens, in den 30-er Jahren oft Micul Paris („Kleines Paris“ oder auch „Paris des Ostens“) genannt – auch wegen des Triumphbogens auf der „Soseaua Kisseleff“ – länger als die Champs Elysees und im Frühjahr von blühenden Bäumen eingerahmt.

Faszinierend an der Stadt ist die vielfältige Architektur aus einem bunten Stilgemisch: Neben Palästen aus dem 19. Jahrhunderts stehen Villen aus dem beginnenden 20. Jahrhundert mit orientalischen und italienischen Baumotiven; kleine ländliche Häuschen stehen zwischen Blöcken im Bauhaus-Stil der 1930er-Jahre, sozialistischen Plattenbauten aus den 1960/70er-Jahren oder den Gebäuden im Zuckerbäckerstil des sozialistischen Klassizismus.

Der historische Kern der Stadt (das, was nach der Stadterneuerungsaktion von Ceaucescu noch übrig blieb) zeigt den alten Fürstenhof Cutea Veche , die Zunftstraßen Covaci (Schmiede) und Sepcari (Hutmacher), die alte Kawanserei Hanul lui Manuc (Herberge des Manuc) aus dem 18. Jh. , aber auch das Parlamentsgebäude Palatul Popului (fertiggestellt 1997), das nach dem Pentagon das zweitgrößte Gebäude der Welt ist.

In einer der wichtigsten Straße Bukarests, der Calea Victoriei, findet man die eleganten Paläste der ehemaligen Bojaren (Adligen) und Prachtbauten wie z.B. die Villa Vernescu (Casino), der Cantacuzino Palast (Museum), die Casa Grigore Romanit ( Kunst-Museum), das Ateneul Roman (Konzertsaal), den Königspalast Palatul Regal (Kunstmuseen), die orthodoxe Kirche Biserica Cretulescu, den Militärclub Cercul Militar National oder die mit bunten Glasdächern bekrönte Passage Pasajul Macca-Villacrosse .

Im Herastau-Park, dem größten Park Bukarests, und am Ufer des gleichnamigen Herastrau-Sees liegt das Dorfmuseum als eine besondere Sehenswürdigkeit. In diesem findet man rund 300 originale Häuser und Bauernhöfe aus unterschiedlichen Regionen Rumäniens.

Auch für den Gaumen bietet Bukarest mit seinen zahlreichen Restaurants und Lokalitäten mit internationaler und einheimischer Küche für jeden etwas. Ein guter Mix aus der balkanischen, der österreichischen, der ungarischen und der deutschen Küche: Maisbrei (mămăligă – früher ein Arme-Leute-Essen), Krautwickel mit Fleisch (sarmale), Mousakas, șnițel (Wiener Schnitzel) oder diverse Kuchen lassen keine Wünsche offen. Rumänische Weine und ein edler Tzuika (doppelt gebrannter Pflaumenschnaps, das nationale Getränk) runden die Gastlichkeit ab.

Abends überzeugt ein reichhaltiges kulturelles Unterhaltungs-Angebot mit Theater, Oper, Freilichtbühnen, Kinos, Festivals, Discos und Clubs – oder aber man genießt den Abend in einem der Restaurants und Sommergärten mit Life Musik.

Eine Städtereise ist auch immer eine Shoppingreise – Geschäfte findet man rund um die Piata Unirii und entlang der wichtigsten Boulevards oder aber in den Gassen rund um die Strada Lipscani. Typische Mitbringsel sind Keramik, Glaswaren, Leinen und Holzschnitzereien. Wer Spaß an Flohmärkten hat, wird fündig auf dem Talcioc (Flohmarkt) am Sonntagmorgen entlang der Ufer des Dambovita-Flusses.

Und wer ein bisschen mehr Zeit hat, kann die Umgebung Bukarests erkunden und findet in der Nähe der Hauptstadt Klöster und Monumente wie z.B. die Klöster Snagov, Cernica, Pasarea, Caldarusani und Tigansti sowie auch die Schlösser von Mogosoaia, Buftea und Heresti.

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