TV Tipp Reisen: Der Bodensee in all seinen Facetten

K1600_005

SWR 22.08.13

23:15 Uhr Mit Pionieren über den Bodensee

Vor gut 100 Jahren war Graf Zeppelin mit seinem gleichnamigen Luftschiff der erste Tüftler vom Bodensee, ihm folgten die Erfinder Dornier und Maybach hier hin. Heute können Touristen die Leistungen der Pioniere nutzen, und als moderne Errungenschaft auch ein Solarboot.

23:45 Blaulicht auf dem Bodensee

Mit der Wasserschutzpolizei auf Streife

00:10 Die Höri im Bodensee – Versteck für Künstler und Knollen

Otto Dix, Hermann Hesse, Erich Heckel – das sind nur einige der berühmten Künstler, die in der Abgeschiedenheit der Halbinsel Höri ihre Ruhe suchten. Und tatsächlich: Die Höri ist ländlich, die Landschaft von Bauern und Gemüsegärtnern geprägt. Und es gibt etwas, was am Bodensee selten ist: Ruhe.

00:40 Bregenz und das Dreiländereck

Bregenz – Ort der Gegensätze: Großstadtfeeling in der Kleinstadt, Seereise und Gipfelglück, Kunst-Spektakel auch für Technik-Freaks. Die Großstadtregion mit ihren gut drei Millionen Einwohnern, drei Staaten am Ufer und einem See in der Mitte, hat ein kräftig schlagendes Herz, und das heißt Bregenz. Bregenz ist up to date, gibt den Ton an, lockt und leuchtet. Auch, oder gerade deshalb, weil die Nachbarn in Sichtweite ganz andere Zeiten heraufbeschwören. Im Kanton St. Gallen sind die Dreißigerjahre präsent, das bayerische Lindau hingegen hegt und pflegt in seligem Inseldasein die romantische Gründerzeit an der „deutschen Riviera“. Gottfried Bechtold, Bregenzer Künstler und Schöpfer des Beton-Porsches, bringt das Phänomen Bregenz auf den Punkt: „Wo es Widerstand gibt, kann man sich abstoßen, kann Geschwindigkeit sich entwickeln.“ Deshalb trifft man gerade hier, im Kunsthaus Bregenz, Protagonisten der Moderne wie Beuys oder Duchamp und der Gegenwartskunst wie Jeff Koons oder Damien Hirst. In diesem Film agieren Starkstrom-Elektriker unter Wasser und Theater-Beleuchter mit Kletterausrüstung. Froschmänner retten Stühle, damit die Festspiele gelingen, Heino Huber demonstriert seine Kochkunst, gewürzt mit der deftigen Ausdrucksweise des Kabarettisten Martin G. Wanko und eine berühmte Bregenzer Strumpf-Marke zeigt „Kunst am Bein“. Auf die Spitze getrieben wird die Melange von den Doppelmayr-Bergbahnen, die den österreichischen Alpintourismus erst so richtig möglich machen.

01:10 Lindau und der bayerische Bodensee

Man kann Bayern auch vom Meer aus erreichen. Die Eingangspforte liegt am „schwäbischen Meer“, markant gestaltet durch Löwe und Leuchtturm des Lindauer Hafens, das Wahrzeichen des gesamten Bodensees, an dem Bayern nur einen kleinen Anteil hat. Gerade mal 18 Kilometer des 263 Kilometer langen Bodensee-Ufers sind bayerisch. Gertraud Dinzinger befasst sich mit diesem Küstenabschnitt, den man schon oft als „Garten Eden“ bezeichnet hat. Das bayerische Ufer mit dem grandiosen Blick auf die Schweizer Berge liegt auf der Sonnenseite des Bodensees. Als „bayerische Riviera“ wurde das Ufer zwischen Lindau und Bad Schachen bekannt. Noble Villen und komfortable Hotels an der „Goldküste“ des Bodensees zeugen bis heute vom Glanz des vorletzten Jahrhunderts. Und bis heute kommen alljährlich die Nobelpreisträger aus Medizin, Physik und Chemie, um hier ihren Gedankenaustausch zu pflegen. Dass Genuss und Lebensart hier zu Hause sind, beweisen viele gute Restaurants und Weinstuben. Im Film „Lindau und der bayerische Bodensee“ porträtiert Gertraud Dinzinger das liebenswerte Wesen der Einheimischen und die Heiterkeit der Landschaft. Neben Feinsinn und Kunstsinn hat die Filmautorin auch das eingefangen, was in Brauchtum und Dialekt, Landarbeit und Kunsthandwerk zum Ausdruck kommt. Aber was wäre die traditionelle Kultur ohne aktuelle „events“ wie dem Auftritt der Bodensee-Models oder der sagenhaften Segelregatta „Rundum“ vor märchenhaft beleuchteter Hafenkulisse?

(Senderinfo)

K800_012

Advertisements

Trauerreisen – trotz Trauer verreisen oder gerade deswegen?

K800_DSC01954-2

Du sagtest „leben“ laut und „sterben“ leise und wiederholtest immer wieder: „sein“!

Rainer Maria Rilke

Bei Trauerreisen hören viele automatisch weg – Trauer impliziert sterben und damit möchten wir nichts zu tun haben. Sterben und Trauer finden in unserer Gesellschaft nicht öffentlich statt, sondern immer im Verborgenen.

Aber es gehört zum Leben dazu und kann nur bis zu einem gewissen Grad verdrängt werden. Und ist es dann soweit, dass man einen nahe stehenden Menschen verliert, trifft es jeden völlig unvorbereitet, aber auch jeden völlig anders – denn jeder empfängt und verlässt die Trauer in seinem eigenen Rhythmus.

Trauereisen helfen dabei, wieder ins Leben zurück zu finden. Es ist für die meisten einfacher mit Menschen zu kommunizieren, die ähnliches erlebt haben. Von Menschen aus dem nahen Umfeld, die mit der Situation überfordert oder vielleicht sogar der Meinung sind: Genug getrauert! Reiß dich zusammen oder geh mal wieder unter Leute! fühlt man sich oftmals vor den Kopf gestoßen und unverstanden.

Trauerreisen finden in kleinen Gruppen statt und werden immer von einer erfahrenen und ausgebildeten Trauerbegleiterin mitgetragen. Mit Gleichgesinnten erlebt man eine gemeinsame Zeit mit Unternehmungen in die Umgebung und mit Gesprächen in der Gruppe oder teilweise Einzelgesprächen: Gemeinsam eine entspannte Zeit in neutraler Umgebung genießen, neue Menschen kennenlernen – losgelöst von Dingen, die an vergangene Zeiten erinnern, aber nie auf dem Weg der Verdrängung und immer auch mit dem Wissen, dass eigene Gefühle nicht fehl am Platz sind, egal ob ein Lachen oder ein Weinen.

Eine sehr schöne Möglichkeit bietet zum Beispiel die Reise nach Johannisdorf, einem  kleinen Dorf mitten in der ostholsteinischen Schweiz, nahe am Meer und mitten in der Natur – mit Hof Café, Hofladen und einer kleinen Vinothek. Die Tage vergehen mit Wanderungen am Strand, Entspannungsübungen, Gesprächen, aber auch Zeit für sich selbst.

Eine weitere Möglichkeit für alle, die das Wasser lieben, ist die Hausboottour auf der Müritz oder der Segeltörn auf einem traditionellen Segelschiff an der türkischen Riviera.

Italien oder die Kanaren sind weitere Ziele, um gemeinsam wieder ins Leben zurückzufinden.

Trauen Sie sich und wagen den Schritt, denn …

Du sagtest „leben“ laut und „sterben“ leise und wiederholtest immer wieder: „sein“!

Rainer Maria Rilke

Reise TV Tipp: Borkum – die Hochseeperle

Inselgeschichten

NDR Montag, 09. Juli 2012, 16:10 bis 17:10 Uhr [VPS 16:10]

Strandkorb mit Umziehkabine auf einer Düne der Insel Borkum. © NDR Fotograf: Schulte

Von allen Ostfriesischen Inseln ist sie die mit den meisten Überraschungen: Borkum. Hier gibt es nicht nur ausgedehnte, weiße Sandstrände, Hochseeklima, heilende Luft, Dünen und Möwen. Borkum bietet darüber hinaus eine besonders vielfältige Natur: Mitten auf der Insel liegt ein Süßwassersee, zwischen den Dünen wachsen Sumpfwälder und Orchideen, halbwilde Rinder und Heidschnucken grasen in grünen Tälern, und der Boden erlaubt sogar umfangreichere Landwirtschaft.

Die Geschichte der Insel ist ebenso abwechslungsreich wie sagenumwoben: Vor 600 Jahren bot sie Piraten Unterschlupf, später regierten ostfriesische Häuptlinge und Grafen hier, und im 17. Jahrhundert fuhren die Borkumer Männer als Walfänger auf die stürmische Nordsee. Zäune aus Walkiefern sind bis heute Spuren aus dieser Zeit. Mit den ersten Touristen entstanden mondäne Badehotels, von denen einige noch immer die Strandpromenade zieren.

1850 wurden 252 Urlauber gezählt, heute sind es über 250.000 im Jahr. In dem einstündigen Porträt über die Insel Borkum werden Höhepunkte und dunkle Kapitel ihrer Geschichte erzählt, Einwohner vorgestellt und der Balanceakt zwischen Massentourismus und modernem Naturschutz geschildert. Grandiose Naturaufnahmen, Luftbilder und Tierbeobachtungen sind ebenso Bestandteil des Films wie interessante Gespräche.

(Senderinfo)

Freizeit Tipp: Pfingstmontag zum Deutschen Mühlentag in das Gerbermuseum Lohmühle Leustetten

Am Pfingstmontag, den 28.05.2012 ist das Gerbermuseums Lohmühle in Frickingen-Leustetten ganztägig geöffnet.

Im Museum kann man sich an Hand der neu angeschafften Schautafeln z.B. über das Thema Rinde schälen informieren und sich auf dem Dorfplatz den Vorgang des Rindenschälens durch Schwarzwälder Rindenschäler demonstrieren lassen.

Bei schönen Wetter laden wir zum Verweilen auf dem Dorfplatz ein – mit einem großen Getränkeangebot, Dinnelen und vielem mehr. Für die musikalische Unterhaltung sorgen die Riedweg-Musikanten.

Wir laden hierzu alle interessierten Gäste aus nah und fern nach Frickingen-Leustetten ein und freuen uns über Ihr Interesse!

Freizeittipp: Gerbermuseum Lohmühle Leustetten

Das Gerbermuseum Lohmühle in Frickingen-Leustetten wurde heute aus dem Winterschlaf geholt: Fenster wurden ausgehängt und geputzt, die über den Winter angesammelten Spinnweben entsorgt, ausgefegt, Sträucher gestutzt, Eingang gesäubert, Holztische geölt und Leder nachgefettet.

Nachdem alles blitzblank war, wurden die Museumsstücke, die eingelagert waren, wieder eingeräumt.

Und dann hiess es plötzlich: Der Bus ist schon da… Schnell Putzeimer, Staubsauger, Besen, Leiter und Öllappen verräumt – die ersten Museumsbesucher der Saison 2012 sind da:

                              

Eigentlich sollte Morgen die erste Führung sein – aber über so regen Zulauf  freut sich der Förderverein Gerbemuseum Lohmühle Leustetten zu Beginn der Museumssaison natürlich!

Das Museum

Wie Lohe hergestellt, wie Leder gegerbt und verarbeitet wird, kann man hautnah in dem denkmalgeschützten Gebäude aus dem 19. Jahrhundert erleben. Ehrenamtliche Führungskräfte erläutern die Vorgänge und setzen das Mühlrad und die angeschlossenen Maschinen in Funktion.

Das Wasserrad

Zum Museum gehört auch das noch funktionstüchtige Wasserrad. Um es zum Laufen zu bringen, muss zuerst der Dorfbach umgeleitet werden:

            

Und nach einigen anderen technischen Vorbereitungen läuft es und läuft und läuft und läuft…

                                                                                     

Öffnungszeiten:

Jederzeit – gerne auch kurzfristig – nach vorheriger Anmeldung für kleinere und größere Gruppen, zudem jeden Sonn- und Feiertag von 10.30 bis 12.30 Uhr zwischen Palmsonntag und 1. November.

Parkplätze sind in unmittelbarer Nähe vorhanden, Eintritt frei, bzw. gerne auf Spendenbasis

Informationen /Anmeldung: 07554/8211