Toller Tipp: Reise-Puzzle Deutschland in 500 Teilen

Beim Autobahn-Puzzeln staunt man Bauklötze: Wie lang das Land ist und wie viel Osten es gibt!

„Autobahn für Cabrio und Campingbus“ ist der Name dieses 550-teiligen Puzzles.

Puzzeln ist lustig. Jedenfalls für den Puzzler. Einmal im Rausch, kann und will er nicht mehr aufhören, und wehe, jemand spricht ihn an oder hat gar Wünsche oder Forderungen!

Aber Autobahn-Puzzeln? Puzzlemap aus Berlin hat eine deutsche Autobahnkarte zerschnipselt und ein 500-teiliges Puzzle daraus gemacht. Klingt dröge, viel dröger jedenfalls als Kunst-, Architektur-, Natur- oder gar Erotikpuzzles, die den Markt dominieren. Autobahn erinnert an die Fünfziger, manchen sogar an Hitler. Im besten Fall an Stau und Luftverpestung. Doch in dem Licht betrachtet, ist Autobahn-Puzzeln schon wieder interessant – als kleine ökologisch vorbildliche Reise durch die Republik. Zwei Stunden soll man veranschlagen und 65 cm mal 45 cm Platz frei halten. Also los: Gummi geben!

Ehrlich keine Absicht: Zuerst stehen das Ruhrgebiet und Teile des Rheinlandes. Genauer: die A1. Meine Schicksalsstraße. An der A1 geboren, im Schatten der »Selbstmörderbrücke« bei Wuppertal Süd aufgewachsen, später kleine Eskapaden an die A4 und die A27, heute wieder A1. Nordzipfel.

Wer sich Deutschland zurechtpuzzelt, macht einige Erfahrungen, auch peinliche. Meine provisorische räumliche Aufteilung der Republik führt zu einem Gebilde, das zur Hälfte aus Rhein-Ruhr besteht. Und südlich von Siegen beginnen fast die Alpen. Im Laufe der Puzzelei staune ich Bauklötze. Wie viel Osten es gibt! Und wie nahe Berlin an Sibirien liegt!

Na gut: Arnstadt an der A4 bei Erfurt ist mir ein Begriff, weil da immer wieder illegale Autorennen stattfanden. Ach ja – Rennen! Wie ich mal die A61 runterknallte, Test-Mercedes, 250 Sachen, die BAB kriegte Kurven! Bei Kassel hob ein flotter Alfa beinahe ab. Erst recht der »Ostfriesenspieß«! Halb Holland gönnte seinen Autos auf der tempolimitfreien A31 Auslauf, und ich scheuchte sie. Vorbei. Heute bin ich groß. Ich fahr nur noch Eisenbahn.

Fast am Ende. Doch ein beachtliches Häuflein fraglicher Pappkärtchen bleibt übrig. Meeresflächen und abstrakt dunkelblau eingefärbte Länder wie Tschechien oder Niederlande (ohne Städte oder Straßen) komplettiere ich mit leichter Hand; doch wohin Kärtchen gehören, die als Hinweise »Zeitz« oder »Kummerower See« oder »A14« anbieten, ahne ich nicht mal. Eine Schande! Andererseits: So lerne ich, wo die Oder plätschert und wo die Neiße. Das ist übrigens ehrwürdigste Tradition beim Puzzeln – schon John Spilsbury, der um 1760 herum das Puzzle erfunden haben soll, zersägte hölzerne Landkarten zur heiteren Belehrung von Schulkindern.

Fertig. 500 Teile gelegt. Dauer: geschlagene sechs Stunden. In der Zeit wäre ich, anständig motorisiert und nachts los, einmal nach München gefahren. So bin ich überall mal gewesen.

»Autobahn für Cabrio und Campingbus«, Puzzle; 500-teilig, 65 x 45 cm, 19,95 €; puzzlemap.de

Quelle: Reisen | ZEIT ONLINE

Wir pflegen Reisen zu unternehmen, das Meer zu überqueren…

… um Dinge kennenzulernen, die uns, wenn wir sie immer vor Augen haben, nicht interessieren, weil es uns von Natur eigen ist, gleichgültig gegen die nächste Umgebung in die Ferne zu schweifen, weil das Verlangen nach allem, was bequem zu erreichen ist, erkaltet. … . Mag dem sein, wie ihm will, jedenfalls haben wir von vielem in unserer Stadt und ihrer Umgebung weder je etwas gesehen noch auch nur etwas gehört, was wir, befände es sich in Achaia, Ägypten, Asien oder sonst einem beliebigen Lande, das reich an Naturwundern und für sie Reklame zu machen weiß, längst gehört, gesehen und besichtigt hätten.
Gaius Plinius (ca. 61/62-113/114 n. Chr.)

Stammt das Zitat wirklich aus dieser Zeit? Kaum zu glauben … und damals waren Reisen ja noch richtig beschwerlich. Und dies war auch noch zu Goethes (1749-1832) Zeiten so: „Warum in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah!“.

Und heute, wo wirklich jeder jeden Punkt auf der Erde mit ein „bisschen Kleingeld“ erreichen kann oder oft auch glaubt erreichen zu müssen, passt es mehr denn je!

Urlaubszeit: Teure Autobahnraststätten – warum regt sich jeder so auf?

Aus dem Artikel von Focus online Autobahnraststätten – Teure Toiletten sorgen für Unmut: … Besonderes Ärgernis sind … die Toilettengebühren: 70 Cent halten vier von fünf Befragten für zu viel, Frauen sind dabei mit 83 Prozent kritischer als Männer (77 Prozent)…

Wir fahren seit Jahren 1-2 mal pro Jahr vom Bodensee an die Nord- oder Ostsee und kommen dabei automatisch in den Genuss einiger Raststätten und wir gehören wohl zu den wenigen, die die Preise auf den Toiletten ok finden.

Ich kann mich noch gut an die langen Autofahrten von früher erinnern – selten war eine saubere oder einigermaßen annehmbare Toilette dabei – mir hat es immer gegraut…

Und wie angenehm sauber sind heute auf den meisten Autobahnraststätten die Toiletten. Da bin ich gerne bereit, die 50 oder 70ct zu zahlen, zumal ich diese dann meist in einen Kaffee umsetze.

Auch das Argument „Es ist auch in der gehobenen Gastronomie nicht üblich, dass für die Nutzung der WC-Anlagen Gebühren erhoben werden“ (Hillgärtner, ACE) lasse ich nicht gelten. Die Gäste in einem gehobenen Restaurant gehören nicht zu den vielleicht 60%, die auf der Durchreise sind und nur mal auf die Toilette, jedoch nichts konsumieren wollen.

Und mal ganz ehrlich: Die Toilettengebühren wären überhaupt nicht entstanden, wenn jeder den Spruch: „Hinterlasst… wie vorgefunden“ ernster genommen hätte und nehmen würde!

Was wäre wenn…im Urlaub keiner mehr Liegen reserviert?

Wäre es vorstellbar, dass keiner mehr im voraus Liegen reserviert? Das man einfach an den Pool geht und schaut, ob etwas frei ist? Nach dem Motto, wer zuerst kommt, „liegt“ zuerst?

Oder ist eine Reservierungsgebühr der bessere Weg?

Lt. einer Umfrage eines Hotelbewertungsportals zu der Frage: Was ist Ihnen der Liegestuhl im Urlaub wert? stimmten 76% zu, dass mit der Buchung des Hotelzimmers auch die Ferienliegen inklusive sein müssen und lehnen eine Extragebühr strikt ab. Lediglich 4% stimmten einer Nutzungsgebühr von max. 5.- Euro pro Tag zu.
Klar, die Liegestühle sind im Übernachtungspreis enthalten, darum ging es ja auch gar nicht, sondern um eine Reservierungsgebühr – und die fände ich sinnvoll. Kosten steigern ja bekanntlich den Wert!

Das Touristikunternehmen Thomas Cook hat den sogenannten Cook’s Relax Service eingeführt, mit denen sich die Urlauber Sonnenliegen gegen einen Aufpreis von rund zwei – vier Euro pro Tag reservieren können .

Und bei dem Schweizer Veranstalter Universal Reisen, der eigene Hotels u.a. auf Mallorca vermittelt, wurde die Nutzungsgebühr bei Liegestühlen schon vor vielen Jahren eingeführt – hier bezahlt man zwischen 12.- und 16.- Euro die Woche.

Übrigens gibt es noch mehr Vorteile bei Universal Reisen*: zum Beispiel garantierte Zimmernummern, die man bei der Buchung erhält und dessen Lage man anhand des Zimmerplanes im Katalog einsehen kann. Oder die Strandtücher, die man vor Ort gegen eine Gebühr leihen kann – so hat man im Koffer plötzlich ganz viel Platz. Oder der gute und persönliche Service in den Hotels , der sich von den vielen anderen Hotels auf Mallorca unterscheidet – man merkt einfach, dass das Personal schon sehr lange vor Ort ist und gerne dort arbeitet.

*Hotels von Universal Reisen:

und einige mehr.

Postkarten aus dem Urlaub – wo sind sie geblieben…

Ich habe gerade in einem Blog gelesen, dass jemand auf dem Weg in den Urlaub nach Holland ist und sich vorgenommen hat, mal wieder an alle Freunde Postkarten zu schreiben. Tolle Idee!
Früher war das ja normal und fast auch ein bischen Pflicht – Pflicht: ist das der Grund, warum sie aus der Mode gekommen sind? Oder ist es die Überall-Erreichbarkeit-durch-das-Handy, was uns davon abhält.
Ich gebe zu, ich schreibe oft auch nur eine SMS und eher selten eine Postkarte aus dem Urlaub. Aber ich freue mich rießig, wenn ich eine bekomme – es ist einfach etwas Persönliches in dieser hektischen, elektronischen Welt.
Und es ist toll, wenn sich jemand die Zeit nimmt, erst eine Karte rauszusuchen und sie dann auch noch zu schreiben und in den Briefkasten zu beförden – auch daran ist es bei mir schon mal gescheitert: gekauft, geschrieben … und mit nach Hause genommen (war gerade kein Briefkasten in der Nähe, habe sie im Rucksack vergessen).
Klar gibt es Gedanken wie: es geht keinen was an, wo ich im Urlaub bin, keine Zeit, keine Lust, was soll ich blos schreiben, usw.. Aber eigentlich schreibt man Postkarten ja an Freunde, an Leute, die einem wichtig sind.
Also, im nächsten Urlaub schreibe ich wieder Postkarten und versuche auf die SMS zu verzichten – mal sehen, wie weit ich komme…